Kernbohrungen in der Tiefgarage – professionelle Lösungen für Lüftungsschächte, Entwässerung & E-Ladeinfrastruktur
Tiefgaragen stellen bei Kernbohrungen ganz eigene Anforderungen: massiver Stahlbeton, beengte Verhältnisse, laufender Betrieb und hohe technische Präzision. Ob Lüftungsschächte, Entwässerungsabläufe oder die Vorbereitung für E-Ladesäulen und Wallboxen – ohne fachgerecht ausgeführte Kernbohrungen lassen sich diese Projekte nicht sauber umsetzen.
KE-BO-TEC aus Köln ist seit Jahren der Spezialist für Kernbohrungen im gewerblichen und privaten Bereich. In diesem Beitrag erklären wir, welche Anforderungen Tiefgaragen-Projekte mit sich bringen und wie wir diese für Sie zuverlässig umsetzen.
Warum Tiefgaragen besondere Anforderungen an Kernbohrungen stellen
Kernbohrungen in Tiefgaragen unterscheiden sich grundlegend von typischen Wohnbau-Bohrungen. Die Ursache liegt im Material: Tiefgaragen werden fast ausnahmslos aus Stahlbeton gebaut – einem Verbundmaterial, das durch seine eingebettete Bewehrung besondere Anforderungen an Bohrtechnik und Diamantwerkzeug stellt.
Stahlbeton, Armierung und beengte Platzverhältnisse
Stahlbetondecken und -wände in Tiefgaragen erreichen Wandstärken von 20 bis 40 Zentimetern, teilweise deutlich mehr. Die eingelegte Stahlbewehrung erschwert den Bohrvorgang und verlangt leistungsstarke Diamantkernbohrmaschinen sowie erfahrenes Fachpersonal. Wer hier mit ungeeignetem Werkzeug arbeitet, riskiert beschädigte Bohrköpfe, unsaubere Öffnungen – und im schlimmsten Fall eine geschwächte Konstruktion.
Hinzu kommen die räumlichen Verhältnisse: Niedrige Deckenhöhen, Stützen, Installationen und der fließende Fahrzeugverkehr machen präzise Vorbereitung und kurze, planbare Ausführungszeiten zur Pflicht.
Laufender Betrieb: staubarm und erschütterungsfrei bohren
In vielen Fällen müssen Kernbohrungen in Tiefgaragen durchgeführt werden, während der Betrieb weiterläuft – Fahrzeuge stehen, Anwohner kommen und gehen. Das Nassbohrverfahren mit Wasserabsaugung hält Staub und Schmutz auf ein Minimum. Diamantkernbohrungen erzeugen dabei nahezu keine Erschütterungen, was besonders in mehrgeschossigen Gebäuden oder bei empfindlichen Installationen in der Nachbarschaft entscheidend ist.
Anwendungsfall 1: Kernbohrungen für Lüftungsschächte
Eine ausreichende Belüftung ist in Tiefgaragen keine Frage des Komforts – sie ist gesetzlich vorgeschrieben.
Pflicht zur mechanischen Lüftung in Tiefgaragen (LBO NRW)
Gemäß der Landesbauordnung NRW und den zugehörigen Ausführungsvorschriften müssen Tiefgaragen ab einer bestimmten Größe über eine mechanische Lüftungsanlage verfügen. Schadstoffe wie Kohlenmonoxid (CO) aus Verbrennungsmotoren sowie zunehmend auch Brandrauch-Konzentration bei elektrischen Fahrzeugen machen eine leistungsfähige Abluftanlage unverzichtbar. Die dafür notwendigen Zu- und Abluftöffnungen durch Wände und Decken werden als Kernbohrungen ausgeführt.
Typische Bohrungsdurchmesser und Positionen
Für Lüftungsrohre kommen je nach Anlage Durchmesser zwischen 150 und 500 mm zum Einsatz. Häufig werden mehrere Bohrungen in Außenwänden, Trennwänden oder der Decke zur darüber liegenden Etage benötigt. Wir stimmen Position und Durchmesser vorab mit dem Lüftungsplaner oder Haustechniker ab und führen die Bohrungen passgenau und wandschutzend aus.
Anwendungsfall 2: Kernbohrungen für Entwässerung
Feuchte Tiefgaragen sind ein verbreitetes Problem – und oft ein kostspielig unterschätztes. Wasser, das durch Fahrzeuge eingeschleppt wird oder durch undichte Stellen eindringt, muss sicher abgeleitet werden.
Nachträgliche Drainagen und Abläufe in Bestandsgaragen
In vielen älteren Tiefgaragen sind die vorhandenen Abläufe nicht ausreichend, falsch positioniert oder schlicht verstopft und nicht sanierbar. Die Lösung ist eine neue Kernbohrung in der Bodenplatte, um einen zusätzlichen Entwässerungsablauf einzubringen. Alternativ werden Bohrungen in Außenwände gesetzt, um Wandentwässerungen anzuschließen.
Bohrungen in der Bodenplatte – worauf ist zu achten?
Bohrungen in die Bodenplatte einer Tiefgarage erfordern besondere Sorgfalt: Unter der Bodenplatte können Abdichtungsschichten, Drainagen oder gar Grundwasser liegen. Eine vorherige Leitungsortung ist in jedem Fall obligatorisch. Wir prüfen den Untergrund vorab und klären gemeinsam mit dem bauausführenden Betrieb die Tiefe und Dimensionierung der Bohrung.
Anwendungsfall 3: Kernbohrungen für E-Ladeinfrastruktur (Wallboxen & Ladesäulen)
Die Elektromobilität verändert Tiefgaragen grundlegend. Wohnungseigentümergemeinschaften, Hausverwaltungen und private Eigentümer stehen vor der Aufgabe, ihre Stellplätze mit Ladeinfrastruktur auszurüsten.
Kabelführungen von der Unterverteilung zur Stellfläche
Das Verlegen von Starkstromkabeln zu einzelnen Stellplätzen erfordert Kabelkanäle durch Beton- und Mauerwerksabschnitte. Je nach Größe der Anlage und Anzahl der Ladepunkte werden dafür mehrere Kernbohrungen je Abschnitt benötigt – für Leerrohre mit Durchmessern von 50 bis 160 mm. Diese Bohrungen verlaufen häufig durch Stützwände, Trennwände oder Decken, um die Kabeltrassen möglichst kurz zu halten.
WEG-Recht: Anspruch auf Wallbox-Nachrüstung (§ 20 WEG)
Seit der WEG-Reform 2020 haben Wohnungseigentümer einen gesetzlichen Anspruch auf die Genehmigung von Maßnahmen zur Herstellung von Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge (§ 20 Abs. 2 WEG). Die Eigentümergemeinschaft kann die Maßnahme nicht mehr pauschal verweigern – sie kann lediglich den Ausführenden bestimmen. Das bedeutet: Der Bedarf an Kernbohrungen für Wallbox-Installationen in Tiefgaragen wird in den nächsten Jahren massiv steigen.
Wir arbeiten regelmäßig mit Elektrobetrieben zusammen, die die Ladeinfrastruktur installieren, und übernehmen zuverlässig die baulichen Vorarbeiten. Lesen Sie auch unseren Artikel zur Kernbohrung für Wallbox.
Typische Kabelkanal-Durchmesser und Anzahl der Bohrungen
Für eine einzelne Wallbox reicht in der Regel eine Kernbohrung mit 63 oder 80 mm Durchmesser für das Leerrohr. Bei mehreren Ladepunkten oder einer zentralen Verteilung werden häufig Kernbohrungen für gebündelte Leerrohre mit 110 oder 160 mm ausgeführt. Wie viele Bohrungen tatsächlich nötig sind, hängt von der Grundrissgeometrie der Tiefgarage und der Kabelführungsplanung des Elektrobetriebs ab – wir stimmen uns vor Ort ab.
Unser Vorgehen: So läuft eine Kernbohrung in der Tiefgarage ab
Vorab-Ortstermin und Leitungsortung
Vor jeder Kernbohrung in einer Tiefgarage führen wir einen Ortstermin durch. Wir prüfen die Wandstärken und das Material, besprechen die geplanten Positionen und lassen bei Bedarf eine professionelle Leitungsortung durchführen. Kabel und Rohre in Stahlbeton können lebensgefährlich werden, wenn sie unerkannt angebohrt werden – dieser Schritt ist nicht verhandelbar.
Nass- oder Trockenbohrung – was eignet sich hier?
In Tiefgaragen kommt fast ausschließlich das Nassbohrverfahren zum Einsatz. Es kühlt die Diamantkrone, verlängert deren Standzeit und bindet entstehenden Staub effektiv. Das anfallende Schlamm-Wasser-Gemisch wird mit einem Industriesauger direkt aufgefangen – der Boden bleibt sauber. In Ausnahmefällen, etwa bei nicht verfügbaren Wasseranschlüssen oder besonders staubempfindlicher Umgebung, kann auch auf Trockenbohrung mit Absaugung zurückgegriffen werden. Mehr dazu in unserem Artikel Trockenbohrverfahren vs. Nassbohrverfahren.
Brandschutz-Abschottung nach der Bohrung
Jede Kernbohrung, durch die Leitungen oder Rohre geführt werden, muss brandschutztechnisch abgeschottet werden. Das gilt besonders für Tiefgaragen, die in der Regel als Hochrisikobereiche eingestuft sind. Brandschutzmanschetten, Schottmörtel oder Abschottungssysteme dichten die Bohrungen nach DIN 4102 und MLAR ab und verhindern, dass Feuer und Rauch durch Installationsöffnungen in andere Gebäudebereiche übergreifen. Dieser Schritt liegt in der Verantwortung des ausführenden Installateurs – wir weisen bei der Übergabe ausdrücklich auf diese Pflicht hin.
KE-BO-TEC: Ihr Spezialist für Tiefgaragen-Kernbohrungen in Köln und Umgebung
Ob Lüftungsöffnungen, Entwässerungsabläufe oder Kabelkanäle für Ihre Ladeinfrastruktur – Kernbohrungen in Tiefgaragen erfordern erfahrene Fachleute mit dem richtigen Equipment. KE-BO-TEC aus Köln verfügt über langjährige Erfahrung in der Ausführung von Kernbohrungen in gewerblichen und industriellen Bestandsgebäuden, auch im laufenden Betrieb.
Wir sind für Sie tätig in Köln, Leverkusen, Bonn, Düsseldorf, Dormagen, Mönchengladbach und dem gesamten Rhein-Ruhr-Raum.
Sie planen Kernbohrungen in Ihrer Tiefgarage? Kontaktieren Sie uns für ein kostenloses Angebot – wir besichtigen das Objekt, besprechen die Anforderungen mit Ihnen und Ihren Fachplanern und führen die Arbeiten termingerecht und sauber aus.